Makes me feel good!

26. April 2010

Es gibt Dinge, die sind wie die Sonne. Alles dreht sich um sie. Sie sind Dinge, die uns berühren, uns lebendig erhalten, uns die Hoffnung nicht verlieren lassen. Ein Symbol dafür ist diese Rose vor dem Gebäude unserer Landesregierung…
Ci sono cose che sono come il sole. Tutte le altre cose le girano attorno. Sono cose che ci commuovono e ci muovono per andare avanti, ci tengono in vita, ci danno speranza. Un simbolo per una di queste cose é la rosa davanti al palazzo della nostra giunta provinciale…

Wer mich kennt, weiß, dass eine meiner großen Leidenschaften die Direkte Demokratie, die Beteiligung, die Mitsprache, ist. Heute ist ein historischer Tag für uns alle, die wir seit über 10 Jahren immer weiter gegangen sind, Schritt für Schritt, um den Rahmen zu schaffen für ein besseres Leben.
Chi mi conosce sa che una delle mie piú grandi passioni é la democrazia diretta, la partecipazione dei cittadini. Oggi é una giornata storica per tutti noi che da oltre 10 anni stiamo facendo passo dopo passo verso un futuro migliore, piú democratico.

Es sind viele Schritte, die wir gegangen sind. Es sind noch viele zu tun. Es gab Momente der Freude und Momente der Traurigkeit. Es wird noch viele solche Momente geben.
Sono stati tanti passi quelli che abbiamo giá fatto. Tanti sono ancora da fare. Ci sono stati momenti di gioia e momenti di tristezza. Ci saranno ancora molti di questi momenti.

Jetzt starten wir neu! Weil nach dem verfehlten Quorum vom letzten Oktober nun fünf Jahre lang kein neuer Gesetzentwurf zum gleichen Thema eingereicht werden kann, versuchen wir es mit einem Reform-Gesetzentwurf, der das bestehende Gesetz in den wesentlichen Punkten verändern soll. Genial, nicht wahr? ;)

Ora ripartiamo! Visto che dopo il mancato quorum dello scorso ottobre, per cinque anni non si potrá portare una proposta di legge sullo stesso tema, ci proviamo con una proposta di legge di riforma della legge attuale, almeno per quanto riguarda i punti principali. Geniale, vero?

Es ist das Gefühl, etwas Subversives zu tun, während man gemeinsam mit 60 anderen Promotoren und Promotorinnen die Unterschrift vom Notar beglaubigen lässt. Dieses kribbelige Gefühl ist es, das mich lachen lässt, und auch der Notar lacht, und Stephan Lausch, der Koordinator der Initiative für mehr Demokratie, lacht auch, alle freuen sich…
È la sensazione di fare qualcosa di sovversivo mentre si fa autenticare la firma dal notaio insieme ad altri 60 promotori. Questa sensazione unica, magica, mi fa sorridere, e fa sorridere anche il notaio, e anche il coordinatore dell’Iniziativa per piú democrazia Stephan Lausch…

Hier unterschreibt Tony Tschenett, Vorsitzender des ASGB…
Qui sta firmando Tony Tschenett, segretario del sindacato ASGB…

Mein ladinischer Kollege Hubert Comploi…
Il mio amico ladino Hubert Comploi

Simonetta Stringari vom Lilliputnetz
Simonetta Stringari della Rete Lilliput

Die Vertreterin der Hochschülerschaft
La rappresentante del movimento studentesco universitario

Roman Zanon vom Dachverband für Natur und Umwelt
Roman Zanon dell’associazione ambientalista provinciale

Paola Dispoto, Caritas-Mitarbeiterin
Paola Dispoto, collaboratrice della Caritas

und viele andere mehr!
e molti altri ancora!

Mit den Fotos (die, außer einem, ich gemacht habe, entschuldigt also die Qualität) wurde eine Collage gemacht, ein schönes Plakat als Erinnerung…
Con le fotografie (che ho fatto io con eccezione di una, perció scusate la qualitá) é stato fatto un collage per ricordo.

Heute wurden der Gesetzentwurf und die beglaubigten Unterschriften als Antrag auf Volksabstimmung eingereicht. Ich freue mich so, dass es nun wieder losgeht!
Oggi la proposta di legge con le firme autenticate é stata presentata come proposta di legge su iniziativa popolare (referendum propositivo). Sono cosí felice, ora si riparte!


More than friends

10. April 2010

Heute erlebte ich einen besonderen Vormittag. Ich nahm an der diesjährigen Preisverleihung der Ilse-Waldthaler-Stiftung für Zivilcourage statt. Prämiert wurde die Initiative für mehr Demokratie, unter deren Mitgliedern ich auch bin, für ihre jahrelangen Bemühungen um die direkte Demokratie in Südtirol und die Abhaltung der Volksabstimmung 2009, unter besonderer Berücksichtigung der vielen Frauen, die im besonderen Ausmaß in diesem politischen und sozialen Feld aktiv sind. Es war ein schönes Fest, mit wundervoller Musik, unter vielen Freundinnen und Freunden. Mehr als das: denn für die Menschen, mit denen man durch denselben Weg, dieselbe Idee, dieselben großen Wünsche verbunden ist, empfindet man mehr als Freundschaft. Versteht ihr, was ich meine? Ich wünsche allen, dass sie dasselbe Glück wie ich haben: nämlich Menschen zu begegnen und Menschen kennenzulernen, die einfach wunderbar sind, positiv, energievoll, an das Gute glaubend, und die euch das Gefühl geben, nicht allein zu sein mit eurem Ziel, mit eurem Wunsch nach einer besseren Welt, und die bereit sind, mit euch die vielen Schritte zu tun, die nötig sind um weiterzukommen, auch wenn das Ziel am Anfang unerreichbar erscheint…

Oggi ho vissuto una mattinata speciale, particolare. Ero invitata alla presentazione del premio 2010 della Fondazione Ilse Waldthaler per coraggio civile. È stata premiata l’associazione Iniziativa per piú Democrazia, di cui faccio parte, per i lunghi anni di impegno per l’introduzione della democrazia diretta in Sudtirolo e il referendum propositivo dell’ottobre 2009, soprattutto in considerazione delle tante donne di tutte le generazioni che si sono attivate in questa battaglia civile, politica, sociale. È stata una bella festa con musica meravigliosa, e con molti amici e molte amiche. Di piú di amicizia: perché per le persone che condividono con me lo stesso percorso, la stessa idea, gli stessi grandi desideri di cambiamento e miglioramento, provo piú di amicizia, é una cosa piú grande. Capite cosa intendo? Auguro che abbiate la stessa fortuna che ho io: di incontrare e conoscere persone splendide, capaci, positive, che vi danno la sensazione che insieme si riescono a fare tanti piccoli e grandi passi in avanti, anche se all’inizio puó sembrare impossibile...


Ein bißchen direkte Demokratie

27. Februar 2010

Ein Tag im Zeichen der Rose. Jahresvollversammlung der Initiative für mehr Demokratie.
Una giornata sotto il simbolo della rosa. Assemblea generale dell’Iniziativa per piú democrazia.

Thomas, Otto, Martin

Es wird vorgeschlagen,
Si fanno proposte,

Oskar

es wird diskutiert,
si discute,

man vertieft
si approfondisce,

Fabio

es werden Gegenvorschläge gemacht.
vengono fatte delle controproposte.

Wer ist dafür?
Chi é favorevole?

Wer ist dagegen?
Chi é contro?

Leichte Überforderung bei der Stimmenauszählung.
Non é facile contare i voti. ;)

Rudi

Der neue Vorstand wird gewählt.
Si vota il nuovo direttivo.

Paola

Sybille

Wisst ihr, wie es sich anfühlt, in einem Saal voller Menschen zu sein, die sich für eine bessere Welt einsetzen?
Sapete come ci si sente in una sala piena di persone che si impegnano per un mondo migliore?

IT FEELS GOOD!

“Nulla é piú difficile
e richiede piú carattere
che porrsi in diretto confronto alla propria epoca
e dire ad alta voce: NO.”

(Kurt Tucholsky)


Kohlern *** Colle

6. Dezember 2009

Einige Bilder von Kohlern, wo ich gestern den Tag in einer Klausurtagung zur direkten Demokratie verbracht habe.
Un paio di immagini di Colle, dove ieri ho passato la giornata in un convegno sulla democrazia diretta.

Man steigt ab Bozen in die kleine Seilbahn, übrigens die erste Bergschwebebahn der Welt …
Si prende la piccola funivia da Bolzano (é stata la prima funivia di montagna del mondo per il trasporto di persone)…

… und fährt hoch.
… e si sale.

Ein Stück des Weges durch Schnee und Eis…
Un pezzo di strada attraverso ghiaccio e neve…

Im Uhlhof ist auch eine kleine Waldorfschule untergebracht und in der Nähe befindet sich die Montessorischule Pfütze.
Il Centro Ambientale Uhlhof ospita anche una piccola scuola steineriana e vicino si trova la scuoletta montessoriana Pfütze.

Wir sind da.
Ci siamo.

Ich mag die Aussicht aus den Fenstern des Versammlungsraums.
Mi piace il panorama dalle finestre della sala riunioni.

Pferd und Ziege begehen von hier aus den No-B-Day.
Cavallo e capra celebrano da qui il No-B-Day. ;)

Einige Ansichten der Arbeiten:
Alcune immagini dei lavori:


< 40 %

26. Oktober 2009

Non ce l’abbiamo fatta. Il quorum non é stato raggiunto.
Invece “loro” ce l’hanno fatta. “Loro” con la loro campagna di desinformazione, con il loro sistema di disorganizzazione per l’apertura ritardata dei seggi, con la campagna di boicottaggio al voto, con il seminare paura di troppa democrazia, troppa partecipazione dei cittadini.
Ma non sará finita qui. 15 anni di lavoro per democrazia diretta non finiscono cosí.

Wir haben es nicht geschafft. Das Quorum wurde nicht erreicht.
“Sie” hingegen haben es geschafft. “Sie” mit ihrer Desinformationskampagne, mit ihrem System des Boykottaufrufs (habt ihr schon mal einen Landesregierungspräsidenten gesehen, der öffentlich verkündet, dass er nicht zur Abstimmung geht?), mit dem raffinierten System der verspäteten Öffnung der Wahlsitze, mit dem Säen von Angst vor mehr Demokratie, vor zuviel Beteiligung an politischen Entscheidungen seitens der Bürgerinnen und Bürger.
Aber es endet nicht hier, nicht auf diese Weise. 15 Jahre Arbeit und Kampf um direkte Demokratie enden nicht jetzt.


Educazione Civica in diretta *** Politische Bildung hautnah erlebt

25. Oktober 2009

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Heute haben wir alle eine Lektion in Dingen Politische Bildung erhalten. Es begann damit, dass wir uns eigentlich bei den Volksabstimmungen beteiligen wollten. Doch: um 8,30 Uhr war der Wahlsitz noch geschlossen, weil die Vorbereitungen (Abstempeln der Stimmzettel) noch nicht abgeschlossen waren! Entsetzt stürmten wir in die Gemeinde um zu protestieren. Glücklicherweise kam dann noch der Maresciallo der Carabinieri hinzu, der unsere Anzeige aufnahm. Danach informierte ich die Medien und auch Bekannte in anderen Orten (damit sie die reguläre Öffnung der Wahllokale überprüften); leider gab es mehrere Gemeinden, bei denen es erst nach 9 Uhr möglich war, abzustimmen.
Lektion 1: Wenn etwas nicht mit rechten Dingen zugeht, nicht einfach hinnehmen, sondern laut aufschreien!

2 Kopie

Später versuchten wir es nochmal, und diesmal klappte es. Wir haben abgestimmt!
Lektion 2: Mach von deinem Abstimmungsrecht Gebrauch, egal wie umständlich es ist.

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Danach informierten wir uns beim zuständigen Landesamt. Tatsächlich liegt das Problem an einem unsinnigen Gesetz, welches vorsieht, dass die Wahlhelfer erst um 6 Uhr eintreten dürfen und dann zuerst alle Amtshandlungen abschließen müssen, bevor die Bürgerinnen und Bürger von ihrem Stimmrecht Gebrauch machen dürfen. Das ist normalerweise bei Wahlen kein Problem: um die Wahlzettel für alle Wahlberechtigten abzustempeln, benötigen die Wahlhelfer eine halbe Stunde. Diesmal handelte es sich aber um Volksabstimmungen, das heißt für jeden Wahlberechtigten brauchte es 5 gestempelte Stimmzettel! Und jeder Wahlsitz bekommt nur einen einzigen Stempel zur Verfügung. Daher dauerte es 5 mal eine halbe Stunde. Deshalb wurden die Personen, die vor 9 Uhr abstimmen wollten, wieder weggeschickt. So etwas hat es noch nie gegeben!
Lektion 3: Überprüfe die rechtliche Lage und versuche zu verstehen, wo das Problem liegt, wie es behoben werden könnte und vor allem wer dafür verantwortlich ist.

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Abschlussfrage: Um das Recht der Bürgerinnen und Bürger zu gewährleisten, zu vernünftigen und bisher gewohnten Uhrzeiten (zwischen 7 und 22 Uhr) abstimmen zu können, hätte es nur einer früheren Vorbereitung der Amtshandlung (sprich: Abstempeln) gebraucht. Wie wir wissen, ist die derzeitige Landesregierung nicht daran interessiert, dass das Quorum von 40 % erreicht wird, und hat daher wohl auch kein Interesse, dass das Abstimmen erleichtert wird. Bei politischen Wahlen würde es wohl nicht passieren, dass Wahlberechtigte unverrichteter Dinge wieder heim gehen müssen. Wäre es zu viel verlangt, die Sache mit einem bißchen Mehr an Hausverstand zu organisieren?

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Oggi abbiamo ricevuto una lezione in materia di educazione civica.
Tutto è cominciato quando abbiamo voluto partecipare al referendum provinciale. Ma alle 8,30 il seggio elettorale non era ancora aperto perché i preparativi (timbratura delle schede) non erano conclusi! Sbalorditi ed arrabbiati ci siamo precipitati in Comune per protestare. Per fortuna é arrivato anche il maresciallo dei carabinieri, che ha annotato la nostra segnalazione. Poi ho informato i media e gli amici in altri comuni (affinché controllino l’apertura regolare dei seggi), ma purtroppo in diversi luoghi per lo stesso problema le persone hanno potuto votare solo dalle 9 in poi. Una cosa cosí non c’é mai stata!
Lezione 1: Se c’é qualcosa di strano, se non riesci a votare, fatti sentire, segnalalo!

In seguito abbiamo riprovato a votare piú tardi e questa volta ha funzionato.
Lezione 2: fai comunque uso del tuo diritto di voto, anche se devi tornare al seggio piú volte.

Poi ci siamo informati presso l’ufficio competente della provincia. In realtà, il problema di fondo sta in una legge assurda, che stabilisce che gli addetti ai lavori per la preparazione delle votazioni non possono entrare prima delle 6 e devono quindi completare tutti gli atti ufficiali prima che i cittadini possano esercitare il loro diritto di voto. Il timbro di solito non è un problema per le elezioni: ci vuole mezz’ora e di solito verso le 7 si inizia a votare.Ma questa volte per il referendum c’erano 5 quesiti e perció 5 schede da timbrare (e solo 1 timbro a disposizione!) e perció significa aspettare mezz’ora cinque volte. Ecco perché i seggi sono stati aperti al pubblico solo verso le 9!
Lezione 3: Verifica la situazione giuridica e prova a capire dove sta il problema e chi ne potrebbe essere il responsabile.

Domanda di chiusura: Al fine di garantire il diritto dei cittadini a votare in un orario “normale” come si é abituati (tra 7 e le 22), sarebbe stato necessario solo fare due conti per capire che per timbrare 6000 schede anzicché 1200 ci vuole piú tempo e che sarebbe stato meglio iniziare alle 4 di mattina oppure il giorno prima, con i preparativi, no? Come sappiamo, l’attuale governo provinciale non è interessato  che il quorum del  40% venga raggiunti,e quindi probabilmente non ha interesse a facilitare il voto referendario. Durante le elezioni politiche una cosa cosí non sarebbe mai e poi mai accaduta: mandare a casa la gente perché le schede non sono timbrate? ma figuriamoci.  Un po’ di buon senso, no…?



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