Andreas Hofer Reloaded

30. April 2009

Pünktlich zu den Tiroler Feierlichkeiten 1809-2009 haben auch wir uns homeschoolerisch mit Andreas Hofer und dem Tiroler Freiheitskampf befasst.

Zuerst habe ich mir den Film „Die Freiheit des Adlers“ angeguckt und danach gründlich recherchiert.

Materiale per la storia del Tirolo 1809.

ah-buch

Danach habe ich eine Info-Broschüre erstellt: „The Amazing Andreas Hofer“. Trotz Kurzfassung sind es 13 Seiten geworden – 1809 war eben ein intensives Jahr.

ah-fronte
Piccolo riassunto di 13 pagine

ah-bodenDann haben wir beschlossen, die Geschichte zu verfilmen. Dazu brauchten wir natürlich die wichtigsten Darsteller. Die haben wir aus Papier und Klopapierrollen gebastelt.

Abbiamo deciso di provare a fare un piccolo film con la storia di Andreas Hofer. Gli attori sono fatti con rotoli di carta igienica.

ah-napoleonNapoleon, Lefébvre und französische Soldaten

ah-oErzherzog Johann, Erzherzog Karl von Österreich, Kaiser Franz und österreichische und bayerische Soldaten

ah-ahAndreas Hofer mit Frau Anna Ladurner und Kindern; Pater Haspinger, Franz Raffl, Peter Mayr und Joseph Speckbacher

ah-tirolerkampfbereite Tiroler Bauern

ah-gruppeGruppenbild der Darsteller

In den nächsten Wochen werden wir die einzelnen Szenen filmen – sobald die Klopapierrollen ihre Rollen beherrschen.

Appena i signori rotoli sapranno bene le loro parti, inizieremo con le riprese.

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P.S. – Hier ist Teil 1:
P.S. – Ecco la prima parte (in tedesco):

Questo post partecipa all’iniziativa LOVE OF LEARNING: LIVE THE HISTORY! di Mens Sana.


Gruselgrammatik

30. April 2009

Questo é un gioco che ho inventato per John anni fa, per imparare in modo piú divertente la grammatica tedesca.

Dieses Wörterschloss-Plakat habe ich vor einigen Jahren für John gebastelt. Er hatte damals ein Faible für Grusel- und Gespenstergeschichten, und weniger für Grammatik. Das Schloss dient der Erarbeitung der Wortarten.
Dazu gehört die Geschichte vom Jungen Konstantin, der zum 10. Geburtstag eine Truhe bekommt. Die Truhe hat 11 Schlösser. Um sie zu öffnen, braucht es 11 verschiedene Schlüssel, und die muss Konstantin sich im Wörterschloss besorgen.

p1050130-21

Hier begegnet Konstantin unterschiedlichen Gestalten und muss erraten, um welche Wortart es sich handelt – nur dann erhält er jeweils den entsprechenden Schlüssel.
Gleich am Eingang erwartet ihn ein Wächter. Er zählt alles, was er erblickt: Eins, zwei, hundert, keine, viele… (Numerale).
Im Keller liegt ein Sarg mit einem Vampir. Der ist stets so müde, dass er so kurz wie möglich antwortet, und zwar lauten seine Antworten immer: Er, sie, es, mein, unser… (Pronomen).
Im Nebenraum hört Konstantin es fauchen und heulen. Es ist – nein, kein Werwolf, sondern ein Wie-es-ist-Wolf. Alles, was er hervorbringt, sind Wiewörter: laut, schön, schnell, gefährlich (Adjektiv).
Auf merkwürdigen Wolken mit der Aufschrift über-unter-zwischen-vor-hinten (Präpositionen) schwebend, erreicht Konstantin das linke Turmzimmer und hört schon von Weitem das schaurige Schluchzen des verwunschenen Burgfräuleins: Oh! Nein! Herrje! Igitt! (Interjektion)
Anschließend begegnet er der tüchtigen Hexe (Verb), die immerzu vor sich hinmurmelt, was sie gerade tut (rühren, kochen, schwitzen, hexen, anzünden) und ihrem Lehrling (Adverb), der sein Bestes tut, um es noch besser zu machen (dann brennt das Feuer lichterloh).
Auf der Treppe verstellen unheimliche Geisterchen Konstantin den Weg und singen ihr schauriges Lied über die Bindewörter und-aber-doch… (Konjunktionen).
Endlich gelangt er in den prächtigen Saal in der Mitte des Schlosses. Zuerst muss er noch an einem artikelspuckenden Drachen (bestimmter Artikel) und einem Skelett, das es nie so genau meint (unbestimmter Artikel), vorbei, die hier Wache stehen. Und nun steht er dem räuberischen König des Wörterschlosses (Nomen) gegenüber, der Tag und Nacht damit verbringt, sich an seinen Schätzen zu erfreuen: Gold, Silber, Glück, Freude, Schmuck…
Nun hat Konstantin endlich alle Schlüssel beisammen und kann seine Truhe öffnen. Als er sie geöffnet hat, ist er das reichste Kind der Welt – er hat den Wortschatz gefunden!

Aufgrund dieser Geschichte haben sich die Kinder die Wortarten recht schnell eingeprägt. Der nächste Schritt war, andere Wörter zu finden und zu analysieren, zu welcher Art sie gehören: Gespensterwörter oder Burgfräulein? Obwohl wir noch lange im spielerisch-erzählendem Bereich blieben, benutzten wir von Anfang an immer zusätzlich auch die korrekten Begriffe. Wer meint, es sei für einen Zehnjährigen zuviel verlangt, sich Begriffe wie Konjunktion, Präposition oder Interjektion zu merken, hat selbst vielleicht noch nicht gemerkt, wie cool diese Wörter doch klingen!