Gruselgrammatik

Questo é un gioco che ho inventato per John anni fa, per imparare in modo piú divertente la grammatica tedesca.

Dieses Wörterschloss-Plakat habe ich vor einigen Jahren für John gebastelt. Er hatte damals ein Faible für Grusel- und Gespenstergeschichten, und weniger für Grammatik. Das Schloss dient der Erarbeitung der Wortarten.
Dazu gehört die Geschichte vom Jungen Konstantin, der zum 10. Geburtstag eine Truhe bekommt. Die Truhe hat 11 Schlösser. Um sie zu öffnen, braucht es 11 verschiedene Schlüssel, und die muss Konstantin sich im Wörterschloss besorgen.

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Hier begegnet Konstantin unterschiedlichen Gestalten und muss erraten, um welche Wortart es sich handelt – nur dann erhält er jeweils den entsprechenden Schlüssel.
Gleich am Eingang erwartet ihn ein Wächter. Er zählt alles, was er erblickt: Eins, zwei, hundert, keine, viele… (Numerale).
Im Keller liegt ein Sarg mit einem Vampir. Der ist stets so müde, dass er so kurz wie möglich antwortet, und zwar lauten seine Antworten immer: Er, sie, es, mein, unser… (Pronomen).
Im Nebenraum hört Konstantin es fauchen und heulen. Es ist – nein, kein Werwolf, sondern ein Wie-es-ist-Wolf. Alles, was er hervorbringt, sind Wiewörter: laut, schön, schnell, gefährlich (Adjektiv).
Auf merkwürdigen Wolken mit der Aufschrift über-unter-zwischen-vor-hinten (Präpositionen) schwebend, erreicht Konstantin das linke Turmzimmer und hört schon von Weitem das schaurige Schluchzen des verwunschenen Burgfräuleins: Oh! Nein! Herrje! Igitt! (Interjektion)
Anschließend begegnet er der tüchtigen Hexe (Verb), die immerzu vor sich hinmurmelt, was sie gerade tut (rühren, kochen, schwitzen, hexen, anzünden) und ihrem Lehrling (Adverb), der sein Bestes tut, um es noch besser zu machen (dann brennt das Feuer lichterloh).
Auf der Treppe verstellen unheimliche Geisterchen Konstantin den Weg und singen ihr schauriges Lied über die Bindewörter und-aber-doch… (Konjunktionen).
Endlich gelangt er in den prächtigen Saal in der Mitte des Schlosses. Zuerst muss er noch an einem artikelspuckenden Drachen (bestimmter Artikel) und einem Skelett, das es nie so genau meint (unbestimmter Artikel), vorbei, die hier Wache stehen. Und nun steht er dem räuberischen König des Wörterschlosses (Nomen) gegenüber, der Tag und Nacht damit verbringt, sich an seinen Schätzen zu erfreuen: Gold, Silber, Glück, Freude, Schmuck…
Nun hat Konstantin endlich alle Schlüssel beisammen und kann seine Truhe öffnen. Als er sie geöffnet hat, ist er das reichste Kind der Welt – er hat den Wortschatz gefunden!

Aufgrund dieser Geschichte haben sich die Kinder die Wortarten recht schnell eingeprägt. Der nächste Schritt war, andere Wörter zu finden und zu analysieren, zu welcher Art sie gehören: Gespensterwörter oder Burgfräulein? Obwohl wir noch lange im spielerisch-erzählendem Bereich blieben, benutzten wir von Anfang an immer zusätzlich auch die korrekten Begriffe. Wer meint, es sei für einen Zehnjährigen zuviel verlangt, sich Begriffe wie Konjunktion, Präposition oder Interjektion zu merken, hat selbst vielleicht noch nicht gemerkt, wie cool diese Wörter doch klingen!

5 Antworten zu Gruselgrammatik

  1. […] unseres mittlerweile ziemlich verbraucht aussehenden Wörterschlosses hat Sandro ein neues gemacht. Beim Zusehen habe ich bemerkt, dass er die Wortarten wirklich gut […]

  2. paola sagt:

    Ciao Sybille,
    è chiedere troppo una traduzione in italiano di questo magnifico lavoro che hai fatto?Se non puoi non ti preoccupare che vedo di trovare qualcuno.
    Grazie!!

    • Sybille sagt:

      Dunque, al momento di affrontare l’analisi delle parole in grammatica, John adorava le storie di mostri, vampiri, lupi mannari ecc. Cosí abbiamo creato insieme questa specie di poster con una storia, la storia di un ragazzino di nome Konstantin che per il suo compleanno di 10 anni riceve una cassa con 11 serrature. Ha dunque bisogno di 11 chiavi diverse per aprire la cassa. Per procurarsi le chiavi, deve entrare nel „Castello delle parole“. Qui incontra diversi personaggi e per ricevere da ognuna la propria chiave, deve indovinare e scoprire di quale tipo di parola si tratta.
      Ad esempio subito all’entrata c’é un guardiano che conta tutte le cose che vede: uno, due, cento, nessuna, molti… (il signor Numerale)
      In cantina c’é invece un vampiro, che é sempre cosí stanco che usa i pronomi per „risparmiare tempo e fiato“: dice: lui, lei, mio, suo..
      Cosí prosegue finché ha tutte le chiavi e riesce ad aprire la cassa, dove trova il „Wortschatz“ (che in tedesco significa „tesoro delle parole“ (treasury of words), parola per indicare il vocabolario).

      Grazie a questa storia „su misura“ i ragazzi hanno imparato in fretta „nomi tecnici“ e anche a capire le differenze.

      Ti consiglio di dare un’occhiata alla psicogrammatica di Montessori >prova a leggere qui.

  3. Paola sagt:

    Grazie Sybille per la tua veloce risposta. Il racconto delle parti del discorso l’ho già fatto con mio figlio e in effetti é servito. Quello che non avevo compreso, a causa della lingua, é che il racconto é stato fatto su „misura“ e questo é il suo valore. Ne trarrò sicuramente ispirazione per fare una storia a „modo nostro“.

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