25.11.2009 // Paula

Anlässlich des heutigen Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen
In occasione della Giornata Mondiale contro la Violenza sulle Donne


habe ich den Jungs die Malerin Paula Modersohn-Becker vorgestellt.
ho presentato ai ragazzi la pittrice Paula Modersohn-Becker.

Kennt ihr ihre Bilder?
Conoscete alcuni dei suoi dipinti?


Gewalt an Frauen hat viele Gesichter. Es geht nicht nur um körperliche Gewalt sondern auch um seelische und finanzielle, es gibt viele Formen von Gewalt und es geht nicht darum sich darüber zu streiten, welche die schlimmeren sind…

La violenza sulle donne ha molte faccie. Non é solo la violenza fisica, é anche la violenza psichica ed economica, e ci sono molte altre forme di violenza. Non si tratta qui di discutere quale sia quella piú grave…


Paula Modersohn-Becker, eine Malerin im deutschen Expressionismus, hatte es nicht leicht. Sie liebte die Kunst und durfte auch einen Zeichenkurs besuchen; aber „Künstlerin“ werden? Immer wieder musste Paula sich durchsetzen. Selbst ihr Ehemann kritisierte ihre Bilder, die immer mehr ihren eigenständigen Weg zeigten, in seinem Tagebuch mit schweren Seufzern („Rat kann man ihr keinen geben“). Nein, aufrichtige Anerkennung für ihr künstlerisches Werk bekam Paula nur sehr wenig.
„…Ich weiß, ich werde nicht sehr lange leben. Aber ist das denn traurig? Ist ein Fest schöner, weil es länger ist? Und mein Leben ist ein Fest, ein kurzes, intensives Fest…Und wenn nun die Liebe mir noch blüht, vordem ich scheide, und wenn ich drei gute Bilder gemalt habe, dann will ich gern scheiden mit Blumen in den Händen und im Haar.“ (Tagebuch, 26. Juli 1900)
Paula starb mit 31 Jahren nach der Geburt einer Tochter an Embolie.

Paula Modersohn-Becker, una pittrice dell“Espressionismo tedesco, non ha avuto una vita proprio facile. Amava l’arte e ha potuto studiare disegno; ma „diventare un’artista?“ Spesso ha dovuto affermarsi (suo padre la spingeva a diventare insegnante) e lottare per quello che ha voluto raggiungere. Anche suo marito la criticava in maniera abbastanza pesante nel suo diario, quando i dipinti di Paula hanno iniziato a evidenziare sempre piú chiaramente un proprio stile („Le mani che dipinge sembrano cucchiai di legno, ahimé…Non le si puó nemmeno dare un consiglio…“).  No, dei sinceri apprezzamenti per il suo lavoro Paula non ne ha ricevuti molti.
„… So che non vivrà a lungo. Ma questo è triste? Una festa é più bella perché dura di piú? E la mia vita è una festa, una breve intensa festa … E se l’amore  ancora fiorisce dentro di me prima che me ne vada, e se  avró dipinto tre quadri buoni,  allora  saró disposta ad andarmene, con i fiori nei capelli e tra le mani. “ (dal diario di Paula, 26 luglio 1900)
Paula è morta di embolia a 31 anni dopo la nascita di una figlia .

Vielleicht denkt ihr, dass die Biografie von Paula nicht unbedingt mit Gewalt zu tun hat und sie keine gute Stellvertreterin für den heutigen Tag sei. Doch wie gesagt, Gewalt hat viele Gesichter.
Forse pensate che la biografia di Paula c’entra poco con la giornata di oggi, con il tema della violenza sulle donne. Ma come ho giá detto prima, la violenza ha molti aspetti.

John und Sandro haben mit einem von Paula Modersohn-Beckers Selbstportraits gearbeitet und es auf ihre Art in das Thema eingefügt.
John e Sandro hanno lavorato con un autoritratto di Paula e ne hanno usato una fotocopia da integrare con il tema.

Johns Paula wirkt nachdenklich, trägt ihre geliebten Blumen in den Händen und weitere Blumen hinter ihr scheinen ein Herz zu formen. Das zum Teil grau belassene Gesicht der Fotokopie kann ein Symbol für den nur bis zur Hälfte gegangenen Weg (in ihrer Kunst, in ihrem Leben) sein.

La Paula di John sembra in pensieri, ha fra le mani i suoi amati fiori e altri fiori dietro di lei sembrano formare un cuore. La faccia, lasciata grigia (in fotocopia) in parte, puó essere un simbolo per la sua vita e il suo percorso artistico vissuto solo a metá.

Sandros Paula hat sich (nach seinen Angaben) in eine Wasserfrau verwandelt, wurde Eins mit dem Wasser, durchsichtig-blau und un-fassbar, zerrinnt zwischen den Fingern. Die Figuren rechts stellen große blaue Friedenstauben dar, die sie auf ihrem Weg durch das Wasser begleiten. Wasser ist Leben…

La Paula di Sandro (come ha spiegato lui) si é trasformata in una donna d’acqua, una mermaid, diventata una cosa sola con l’acqua, blu-trasparente e senza possibilitá di afferrarla. Le figure a destra rappresentano delle colombe della pace azzurre, che la accompagnano nel viaggio attraverso l’acqua, il simbolo della vita…

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Allen, die es noch nicht selbst erlebt haben, empfehle ich, mit Kindern Kunstbücher anzusehen und sich von ihnen die Bilder erklären zu lassen. Es ist unglaublich, mit welcher Sensibilität und Einfühlungsvermögen Kinder „hinter die Farben und Formen“ sehen können. Ich habe das auch bei anderen Kindern öfter erlebt.

A tutti coloro che non l’hanno ancora provato, consiglio di sfogliare qualche libro d’arte con i bambini e farsi spiegare da loro i dipinti. È davvero incredibile con quale sensibilitá riescono a cogliere delle sfumature di interpretazione dietro i colori e le forme. Questo l’ho notato anche in occasioni con altri bambini.

 

 

Eine Antwort zu 25.11.2009 // Paula

  1. […] 32 Jahre später starb. An Paula Modersohn-Becker erinnert sich Sandro nicht mehr und ich erzähle kurz über ihr Leben, wir schauen im Buch einige ihrer Bilder an. Marie Curie kennt Sandro hingegen aus einem […]

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