Mercí René, mercí

20. Januar 2010

Heute: René Magritte
Oggi: René Magritte

(John)

Vor kurzem haben wir mit John den Film „Matrix“ gesehen (mit Ausnahme einiger Szenen). Es war interessant, hinterher über Wirklichkeiten und Wahrnehmungen zu sprechen.

(Sandro)

Mir fiel jene Geschichte von den zwei Gelehrten ein, die sich auf einem Berg treffen und lange darüber diskutieren, welche Wirklichkeit die wirklichste sei. Da stieß der eine den anderen mit dem Fuß an und sagte: Probier es doch mal mit dieser!

Oder das Gleichnis des chinesischen Weisen Tschuang Tse, der bekannte Schmetterlingstraum:
„Einst träumte Dschuang Dschou, dass er ein Schmetterling sei, ein flatternder Schmetterling, der sich wohl und glücklich fühlte und nichts wußte von Dschuang Dschou. Plötzlich wachte er auf: da war er wieder wirklich und wahrhaftig Dschuang Dschou. Nun weiß ich nicht, ob Dschuang Dschou geträumt hat, dass er ein Schmetterling sei, oder ob der Schmetterling geträumt hat, dass er Dschuang Dschou sei, obwohl doch zwischen Dschuang Dschou und dem Schmetterling sicher ein Unterschied ist. So ist es mit der Wandlung der Dinge.“

Ich glaube, die meisten Menschen finden Gefallen an René Magrittes surrealistischen Bildern. Seine daraus uns anspringenden Geschichten öffnen die Portale zu Gedanken und Sichtweisen, von denen wir kaum etwas ahnen, eine Eintrittskarte in unsere innere Welt.
Manchmal fühlt man sich von der gegenwärtigen Wirklichkeit nahezu erdrückt; da kann es helfen, eine kleine Pause in einer anderen Wirklichkeit einzulegen – hinein in ein Buch, ein Bild, Musik, eine Geschichte, einen Traum, einen Wunsch…
Auch deshalb brauchen wir die Kunst in unserem Leben. Und deshalb haben wir Hochachtung vor den Malerinnen und Malern, Poetinnen und Poeten, Musikerinnen und Musikern und all jenen Menschen, die uns mit ihren Werken auf neuen Wegen begleiten.

Danke, mercí, grazie, thank you.

Die ursprüngliche Idee für das Vogelbild stammt von hier, wir haben sie leicht abgewandelt.

Un po‘ di tempo fa abbiamo guardato il film „Matrix“ insieme a John (con eccezione di alcune scene). È stata poi particolarmente interessante la discussione sulle realtá e le percezioni.
Mi sono ricordata della storia dei due saggi che si incontrano su una collina e iniziano a chiedersi quale realtá sia quella piú reale, perdendosi in discorsi sempre piú filosofici e profondi, finché uno dei due con il piede dá un calcio all’altro dicendo: -Se non sai quale realtá prendere, provaci intanto con questa.-

Oppure il famoso „sogno della farfalla“ del cinese Zhuangzi.
Un giorno sognó di essere una bellissima farfalla felice e contenta che non sapeva nulla di Zhuangzi. Improvvisamente si sveglió: ed era proprio lui, Zhuangzi! Solo che allora gli venne il dubbio: era stato Zhuangzi a sognare di essere una farfalla, o era adesso la farfalla a sognare di essere Zhuangzi?

Credo che a molte persone piacciano le opere surrealiste di René Magritte. Ognuno di noi, quando qualche volta sente troppo forte il peso della sua realtá, ha bisogno di fare una pausa in un’altra realtá: un libro, una storia, un dipinto, musica, un sogno…
È anche per questo che abbiamo bisogno dell’arte. Ed é per questo che siamo pieni di rispetto e gratitudine verso chi dipinge, scrive, suona, compone, racconta… regalandoci le chiavi per entrare in un’altra realtá…

Grazie, mercí, thanks, danke.

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L’idea base dei nostri uccelli-da-nuvola stile Magritte é questa.