Biodiversität im Gemüsegarten *** Biodiversitá nell’orto

John stellte eine Art Leporello in italienischer Sprache zum Thema „Biodiversität als Unterstützung im Gemüsegarten“ zusammen. Die dafür benötigten Informationen stammen von Großmutter, die sich auf diesem Gebiet dank jahrelangerBio- Gartenarbeit ausgezeichnet auskennt, sowie aus einem Buch. Johns Mutter leistete Beistand betreffend die italienische Sprache.

John ha preparato questa specie di leporello in lingua italiana riguardo il tema „La biodiversitá a sostegno del giardinaggio„. Le informazioni arrivano in maggiorparte dalla nonna che é un’esperta su questo campo, grazie ad anni e anni di giardinaggio biologico, e da un libro.

Ziel dieser Arbeit war es, sich mit den vielfältigen Zusammenhängen in der Natur zu befassen, von denen einige recht nützlich für erfolgreiches Gärtnern gefördert werden können.

L’obiettivo di questo lavoro era di individuare alcuni degli aspetti della biodiversitá a sostegno di un giardinaggio piú naturale, con risultati soddisfacenti, nel rispetto di un certo equilibrio ecologico.


Zum Beispiel das Prinzip der guten Nachbarschaft: Gewisse Pflanzen unterstützen sich gegenseitig im Wachstum und schützen sich vor Parasiten. Im Gegenteil wachsen Pflanzen, welche die „falschen“ Nachbarn haben, kümmerlich, oder sie leiden ständig unter Läusebefall und ähnlich. Eine „vorbereitete Umgebung“ im montessorischen Sinn also auch für den Gemüsegarten!

Ad esempio il principio del buon vicino: Molte piante si sostengono a vicenda nella crescita sana e forte, e aiutano ad evitare parassiti. D’altronde, piante che sono costrette a crescere vicino alle piante „sbagliate“, non possono svilupparsi bene o vengono attaccati in continuazione da afidi & Co. Insomma, un „ambiente preparato“ in stile montessoriano anche per gli ortaggi!🙂

Die Tomate etwa mag keine Mitbewohnerinnen im Beet, außer dem Neuseeländischen Spinat, der sie vor Pilzkrankheiten bewahrt.
Karotten lieben Dill als Nachbarn, der sie durch seine Wurzelausscheidungen in der Keimfähigkeit fördert.
Salat liebt Koriander, der Wanzen fernhält.
Dass Bohnenkraut und Bohnen gut zueinander passen, hört man schon am Namen: tatsächlich bleiben Blattläuse dem Bohnenbeet auf diese Weise fern.
Der Thymian schützt den Kohl vor der Weißen Kohlfliege, die ihn nicht riechen mag.
Gurke und Basilikum wachsen gerne nebeneinander, weil sie von denselben Insekten bestäubt werden.
Ringelblume und Tagetes sollten überall wachsen dürfen, denn auch sie halten Parasiten und Blattläuse fern.

Il pomodoro non vuole avere nessuno vicino a sé eccetto gli spinaci zelandesi (tetragonia tetragonioides) che evitano al pomodoro malattie di micosi.
Le carote e l’aneto si adorano, visto che le radici dell’aneto emettono un liquido che favorisce la crescita della carota.
L’insalata va sposata con il coriandolo, che tiene lontano le cimici.
I fagioli sono messi in salvo dagli afidi grazie a satureja hortensia.
Il timo tiene lontano i parassiti-moscerini dal cavolo.
Un’altra coppia perfetta sono cetriolo e basilico, loro attirano gli stessi insetti per l’impollinazione.
Calendula e tagete possono crescere ovunque, visto che tengono lontani afidi e parassiti vari.

Von Igeln, Vögeln, Kröten, Nattern und Blindschleichen weiß man, wie nützlich sie sind, da sie Insekten, Larven und Schnecken vertilgen. Hier geht es darum sie zum Bleiben anzuregen, indem man Nistgelegenheiten schafft, Unterschlupfmöglichkeiten bietet, wie etwa auch eine alte Steinmauer, einen Haufen Steine im Schatten (Blindschleichen mögen es dunkel und feucht) usw. Doch auch „kleinere Freunde“ sind hilfreich, wie die wunderschöne Florfliege (übrigens eine Verwandte der Ameisenjungfer), die immer Heißhunger auf Blattläuse hat, der Marienkäfer und der Ohrwurm, die dasselbe Menü bevorzugen. Ohrwürmer überredet man zum Bleiben, indem man kleine Tontöpfe, die mit Stroh gefüllt sind, kopfunter an Bäume oder Büsche hängt (siehe hier), denn hier verkriechen sich diese Tierchen tagsüber gern. Nochmal also das montessorische Prinzip der „vorbereiteten Umgebung“!

È risaputo che ricci, uccelli, serpenti, rospi e orbettini sono grandi aiuti nel combattere parassiti, larve e lumache. Qui si tratta di pensare a come attirarli, aiutandoli a nidificare, creando luoghi adatti per nascondersi e mettere sú famiglia. Per gli animali che amano stare al buio durante il giorno, é utile pensare di mettere a loro disposizione un vecchio muretto, un angolo all’ombra con un mucchio di pietre fra cui nascondersi ecc. Ma anche animali piú piccoli sono grandi nella loro azione: coccinelle, crisopi (un elegantissimo parente del formicaleone) e dermatteri vanno matti per il menú a base di afidi. Per convincerli a restare, oltre a non usare pesticida ovviamente, possiamo appendere ad alberi e cespugli piccoli vasi a testa in giú, riempiti con paglia (esempio vedi qui); i dermatteri ne saranno contenti! Ecco dunque ancora una volta il principio dell‘ „ambiente preparato“ montessoriano.😉

Natürlich erhebt der Leporello keinen Anspruch auf Vollständigkeit… darüber gäbe es wohl mehr als ein Buch zu schreiben! Diese Beispiele sollen nur zeigen, dass es auch jenseits von Insektenvertilgungsmitteln und Kunstdüngern mehr gibt, als man glaubt, und das sich wahrlich zu erforschen lohnte… Ist es nicht faszinierend?

Ovviamente il leporello riporta solo alcuni esempi, perché su questo tema sicuramente si potrebbe studiare e sperimentare all’infinito! Non é una materia affascinante?

11 Antworten zu Biodiversität im Gemüsegarten *** Biodiversitá nell’orto

  1. This looks like a piece of work you can send to a publisher!

  2. Micha sagt:

    Ich finde dieses Wissen über den Gemüseanbau auch immer hochinteressant. An mehr Ringelblumen im Garten (allerdings dieses Jahr kein gemüsegarten) habe ich auch schon gedacht.

  3. Eva sagt:

    Nun bin ich neugierig, habt ihr einen Gemüsegarten?

    Hier ist der Boden so schlecht, daß man erstmal gute Muttererde kaufen muß. Das College hat letztes Jahr eine Art Bio-Schrebergartenprogramm angefangen, doch leider ist das ganze Gartengebiet von schrecklichem Unkraut überwuchert worden, es kam eine Tomatenkrankheit, die den genzen Osten der USA befallen hat und dann eine Mückenplage. Es soll dieses Jahr nochmal probiert werden. Man kommt sich hier immer wie die Pioniere vor, wenn es um die Natur und die Landwirtschaft in dieser Gegend geht.

    John hat wirklich ein schönes Büchlein zusammengetellt. Das wird als „Nachschlagewerk“ sehr nützlich sein!

    • Sybille sagt:

      Hallo Eva! Nein, wir haben keinen eigenen Gemüsegarten, aber die Großeltern, da können John und Sandro immer wieder mithelfen und wir alle können mitessen.🙂
      Das ist eine interessante Neuigkeit wegen eures schlechten Bodens. Wieso ist er so schlecht, ist das irgendwie naturbedingt? Wir haben sehr gute Erde hier (daher ist auch so viel Landwirtschaft da) und immer mehr GärtnerInnen und Bauern und Bäuerinnen lassen den Kunstdünger sein und kehren zur traditionellen Methode mit Hühner- und Stallmist zurück.
      Natürlich gibt es auch hier bessere und schlechtere Jahre, auch klimatisch bedingt, 2003 war ein unglaublich heißer und trockener Sommer, oder aber es kann einige Male alles mit Hagel zerstören.
      Ich finde es sehr interessant, dass das College sich mit diesem Gebiet befasst. Wir haben hier in Südtirol ein Versuchzentrum für Landwirtschaft und mehrere Oberschulen für Landwirtschaft. Dort werden auch alte Sorten gezüchtet und Saatgut weitergeführt. Unter Mückenplagen leiden wir zum Glück nicht sehr, es gibt zwar einige Seen, aber ich glaube die vielen Vögel und die Fische im Wasser tragen das ihre zu einem Gleichgewicht bei. In der Poebene Norditaliens hingegen ist dieses Problem weit verbreitet (z. B. Wasser-Reisfelder!) und ich habe dort beobachtet, dass vom Flugzeug aus Gift gegen Mücken gesprüht wurde.
      Ich wünsche also viel Glück mit dem diesjährigen Versuch!

      • Eva sagt:

        Hier gibt es nur harten, steinreichen Lehmboden. Deswegen ist diese Gegend hier auch mit die Ärmste in ganz New York. Sogar die Amische haben kaum Glück mit guten Ernten. Eine Stunde nördlich von uns ist der Bodern schon viel besser. Wir gehören zu einem CSA, wo wir jedes Jahr im Sommer und Herbst Biogemüse frisch von einem Bauernhof bekommen. Zum Teil können wir es sogar selber pflücken. So lernen unsere Kinder auch viele ungewöhnliche Gemüsesorten wie lila grüne Bohnen kennen.

      • Sybille sagt:

        Das mit dem Bauernhof ist eine wundervolle Gelegenheit!

  4. Francesca sagt:

    Che meravigliose cose che si imparano qui da te!!!
    Quando avrò la mia casa in campagna (presto spero… approposito, ho giù in salotto un paio di giornali di annunci da sfogliare!!!) vorrei fare proprio un orto così, biologico e biodinamico con insetti utili a contrastare quelli dannosi.
    Ti terrò presente, per allora…
    Un abbraccio
    Francesca

    • Sybille sagt:

      Fantastico, tanti auguri di trovare la casa giusta!
      Io, quasi quasi sono contenta di non avere un orto nostro (anche per questo ci vogliono tempo ed energia che al momento non avrei…), comunque approfittiamo in pieno dell’orto dei nonni🙂
      e giá, nel frattempo si imparano tante cose utili per evitare errori un domani, chissá, a dire il vero mi ci vedo bene in versione simpatica-anziana-con-la-zappa-in-mano😉

  5. Chelita sagt:

    As always, WOW!!!! That kid is going places! I can’t wait to see how his adult life turns out. So neat!

  6. Steffen sagt:

    Das Dill einen positiven Einfluss auf die Keimung von Karotten hat, habe ich noch nicht gehört. Da ich jedes Jahr ein Möhrenfeld im Garten habe werde ich das nächstes Jahr testen.

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