Busy moms and little windows of opportunity

Als ich diesen Artikel von meiner Blogfreundin Paula aus Belgien gelesen habe, wollte ich ihr zunächst einen Satz als Kommentar hinterlassen, doch dann wollte ich mehr dazu sagen als es in einem Satz möglich ist.
Also, natürlich ist es manchmal ein Hin und Her, wenn man ein kreativer Mensch ist und dazu gleichzeitig ein Learning Companion, die Lernbegleiterin der eigenen Kinder. Denn als kreativer Mensch – zumindest mir geht es so – kann ich nicht „von 14 bis 16 Uhr“ kreativ sein und mir die Zeit auf strenge Weise einteilen, sondern die Ideen und auch die Lust zum Zeichnen und Malen überkommen mich oft ohne Vorwarnung. Wenn ich in einem solchen Moment gerade dabei bin, meinem Sohn die binomischen Formeln zu erklären oder ihm über die Entstehung der deutschen Sprache erzähle, kann ich nicht gut alles unterbrechen und zu meinem Schreibtisch, zu meinen Farben, eilen. Das wäre respektlos ihm gegenüber. Es wäre aber auch respektlos mir selbst gegenüber, so zu tun, als hätte mich nicht eine bestimmte Idee von Farben und Formen aus heiterem Himmel getroffen, also mache ich so bald wie möglich eine kleine Pause von einigen Minuten, um mir zumindest Notizen zu machen oder eine schnelle Skizze.
Man muss sich selbst, die eigene Kreativität und Gestaltungskraft, ernst nehmen.
Die Kinder kennen diese Szene und meistens fragen sie dann: „Malst du heute noch?“
Diese Art Umgang mit den eigenen kreativen Gedanken hat sich auf die Kinder übertragen. Auch bei ihnen kenne ich die Geistesblitze, wenn sie gerade noch versunken in eine Übung, in ein Spiel, in eine Arbeit sind, und plötzlich aufstehen und weglaufen, um schnell etwas „für später“ zu notieren oder zu suchen. Ich verstehe sie, weil es mir selbst so geht: man denkt an ganz etwas Anderes und dann, auf einmal, ist wie ein Blitz diese Idee in deinem Kopf und lässt dein Herz schneller klopfen! War es nicht so ähnlich mit Archimedes in der Badewanne, als er gar nicht mehr an das eigentliche Problem dachte und dann plötzlich: „Heureka!“
Wenn ich einerseits zugebe, dass der Job als Homeschooling-Mutter meinen Tag doch ziemlich ausfüllt – nicht nur die Zeit mit meinen Kindern, sondern auch die Zeit zum Planen, Vorbereiten, Überlegen, Suchen – und ich mir dadurch weniger Zeit und Kraft für meine künstlerische Tätigkeit zugestehe als mir eigentlich lieb wäre, so erlebe ich andererseits viele Möglichkeiten der Vorbereitung und der Übung. Ohne Johns Sommervöglein-Projekt wäre ich zum Beispiel kaum auf die Idee gekommen, Insekten zu zeichen; auch, weil mir eher die moderne, abstrakte Kunst liegt als die naturgetreue Wiedergabe. Doch diese Übungen tun mir gut, meiner Hand, meinem Auge und meinem Geist. Und wieviele Ideen wären mir nicht gekommen, hätte ich nicht oft die Gelegenheit, Sandros speziell-kreativ-philosophischen Aussagen und Überlegungen zu lauschen oder ihm bei seinem eigenen Werk zu beobachten: Gedanken wie das „herausnehmbare mobile Gehirn“, das man in der Politik braucht.
Paula bringt es auf den Punkt: Es hat mit Atmosphäre zu tun, und das gilt für alle Beteiligten, die von einem positiven und kreativen Klima profitieren.
Hm, ich werde noch lange nach unseren Homeschooling-Jahren von dieser Zeit, diesen Augenblicken, dieser Atmosphäre berührt und inspiriert bleiben… Meine Kinder hoffentlich auch.

Dopo aver letto questo articolo della mia blog-amica Paula, al primo momento ho voluto lasciarle un breve commento, poi peró ho notato che avrei voluto dire di piú ed ecco questo post. Ovviamente, come credo succede a molte persone creative, é difficile essere creativi dalle ore x alle ore y, perché le idee e gli spunti ti arrivano cosí, nel mezzo della giornata, mentre ti stai occupando di altre cose, senza preavviso. A parte il fatto che le mie giornate sono abbastanze piene, non solo per il tempo passato insieme ai ragazzi, ma anche nella preparazione di lezioni e materiali. Cosí, se per caso sto spiegando a mio figlio lo sviluppo delle lingue germaniche e in quell’istante mi arriva, non so da dove, l’idea per un quadro a cui stavo pensando da tempo, non é che posso mollare tutto e andarmene alla mia scrivania. Sarebbe un atto di poco rispetto. Ma sarebbe anche poco rispettoso nei miei confronti se facessi finta di niente; insomma, non appena é possibile faccio una piccola pausa per correre a prendere nota, a fare un piccolo schizzo, per non dimenticare l’idea.
È importante prendersi sul serio, prendere sul serio i propri pensieri creativi. I ragazzi conoscono questi momenti e allora chiedono: „Mamma, dopo ti metti a disegnare, vero?“ Comunque funziona cosí anche per loro: quante volte li ho visti concentrati su un’esercizio, un gioco, un’attivitá, e poi improvvisamente correre via per un minuto, per prendere nota, per cercare o preparare una specifica cosa „per piú tardi“ (e anche non tornare piú). So com’é: l’idea geniale ti arriva quando meno te lo aspetti, mentre stai facendo altre cose; non é stato forse cosí anche per Archimede mentre faceva il bagno senza piú pensare al suo problema? – e poi: „Eureka!“
Se da una parte é vero che l’homeschooling mi toglie tempo ed energia per l’attivitá artistica, dall’altra é ancora piú vero che ci trovo tante opportunitá proprio a sostegno della creativitá. Ad esempio, senza il progetto „Sommervöglein“ di John non mi sarebbe forse mai venuto in mente di mettermi a disegnare insetti e fiori, anche perché in realtá non amo molto disegnare „dal vivo“, insomma preferisco l’arte moderna e astratta. Invece questi esercizi mi hanno fatto bene, alla mano, all’occhio e allo spirito creativo. E cosa dire delle frasi e dei discorsi di Sandro che adoro ascoltare, spesso tra il surreale e il poetico-filosofico, e dei suoi deliziosi lavoretti come il „cervello mobile“ che serve in politica? Very inspiring to me!
Paula ha proprio scritto la frase che lo dice in maniera sintetica: Quello che conta é l’atmosfera positiva che si crea, e della quale poi approfittano tutti.
Mh, di spunti e idee creative grazie a questi anni di homeschooling con i miei ragazzi, ne avró ancora per molto tempo, ho riempito molti bauli con momenti particolari, con frasi, con emozioni, con luce. Spero che sia cosí anche per loro.

3 Antworten zu Busy moms and little windows of opportunity

  1. Micha sagt:

    Danke für deine Gedanken!

  2. Chris sagt:

    Ich liebe es auch in den wenigen freien Minuten meiner Kreativität freien Lauf zu lassen und zu zeichnen oder zu basteln. Es ist ungemein befreiend und hilft ebenso das Lebensgefühl zu verbessern.

  3. Val San Nicolo – Marmolada…

    Ich finde ihren Eintrag sehr informativ…

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